jump to navigation

Plagiate 7. Januar 2008

Posted by neuesleben in Lernen, Studieren.
add a comment

In letzter Zeit ging vermehrt durch die Medien, dass immer mehr Studenten Haus-, Seminar- und sogar Diplomarbeiten kopieren bzw. dazu bereit sind. Das geschieht teilweise schon wirklich dreist, indem Wikipedia-Seiten oder auch sonstige Homepages kopiert werden, die der Prüfer ruck-zuck in einer Suchmaschine entdecken kann.

Ein paar Informationen gibt es auf einer Informationsseite der Fachhochschule Wirtschaft und Technik Berlin, die sehr informativ ist. Darauf werden z.B. verschiedene Plagiatsmethoden dargestellt und auch die Folgen für Studenten verglichen.

Interessant finde ich aber trotzdem, dass in sämtlichen Diskussionen und Berichten nur auf Studenten oder auch Schüler eingegangen wird. Ich habe in fast jedem Vorlesungsskript an der Uni nicht korrekt gekennzeichnete Zitate, Skizzen ohne Quellenangabe oder sogar komplette Kopien gefunden. Das wiederum scheint keine Kritiker zu stören.
Natürlich sind die Lehrenden in einer anderen Situation, doch insbesondere Dreistigkeiten wie das Zusammenklauen von Bildern im Internet (prima Nachzuverfolgen über die Google Bildersuche) sollte man auch den „unfehlbaren“ Professoren ankreiden.

Für Abschlußprüfungen lernen 22. November 2007

Posted by neuesleben in Lernen, Studieren.
add a comment

Jeder hat in seinem Leben schon eine ganze Reihe Prüfungen ablegen müssen. Die Klassenarbeit in der Schule, die Klausur in der Oberstufe, das Testat in der Uni – vieles war eine Herausforderung und hat den ein oder anderen sicherlich auch Schweiß und Nerven gekostet.

Irgendwie wirken diese Erfahrungen dann aber völlig klein und lächerlich, wenn man plötzlich vor einer großen Prüfung steht, in der man zeigen muß, was man in den letzten Jahren gelernt hat. Ich will jetzt gar nicht aufzählen, was das alles sein könnte: Vordiplom, Fachprüfung, Examen… das alles bedarf einfach einer besonderen Vorbereitung.

Ich möchte an dieser Stelle die für mich beste „Taktik“ für die Vorbereitung vorstellen:

  1. Überblick verschaffen – es ist zunächst hilfreich, sich das komplette Themengebiet noch einmal anzuschauen und auch in eigenen Worten zusammenzufassen. Ich mache das, indem ich das Skript noch einmal durchlese und eine ausführliche Inhaltsangabe schreibe.
    Dabei bleibe ich meist bei der Strukturierung der Quelle (d.h. ich übernehme alle Kapitel, Unterkapitel usw.) und fasse die wichtigsten Begriffe und Gebiete mit wenigen Sätzen zusammen.
  2. Erfahrungen sammeln – viele Prüfer geben schon vorher zahlreiche Hinweise, wie ihre Prüfungen aussehen werden. Wenn der Mathe-Professor also sagt, dass er keine vollständigen Beweise hören möchte, sollte man auch darauf vertrauen und diese nicht mühsam auswendig lernen.
    Gleichzeitig können auch Prüfungsprotokolle von Kommilitonen bzw. Mitschülern sehr hilfreich sein. Nicht selten gibt es sogar Threads in Uni-Foren, in denen andere die Prüfungsfragen auflisten, die ihnen gestellt wurden. Es ist sehr lohnenswert, diese zu kopieren oder abzuschreiben und dann in der Vorbereitungsphase regelmässig zu testen, ob man sie selbst beantworten könnte.
    Dabei kann es auch hilfreich sein, zunächst einmal mit Hilfe der vorhandenen Unterlagen eine schriftliche Antwort zu formulieren.
  3. Themen strukturieren – gerade Abschlußprüfungen sind so aufgebaut, dass dort in recht kurzer Zeit ein großes Themengebiet „abgearbeitet“ werden muß. Prüfer legen oft Wert darauf, dass nicht völlig frei und beliebig herumgesprungen wird, sondern dass Zusammenhänge dargestellt werden können. Es ist daher wichtig, diese schon vorher zu kennen.
    Ich mache das, indem ich mir einen „Themenbaum“ auf der Grundlage einer Mind Map erstelle.
    Dazu schreibe ich das Hauptthema in die Mitte eines Blattes und erstelle nun von dort aus Unterkapitel, die sich immer weiter verzweigen. Wenn einzelne Themen zusammenhängen, lassen sich natürlich auch sehr gut Verbindungen zwischen den einzelnen Ästen und Blättern darstellen.
    Da die Themen oft sehr komplex sind, ist eine Mind Map-Software der Version auf Papier vorzuziehen. Nicht zuletzt auch, weil es dabei normalerweise keine Größenbeschränkung gibt.
  4. Einzelthemen ausarbeiten – auf Grundlage der Prüfungsfragen und Struktur ist es nun wichtig, die einzelnen Gebiete auszuarbeiten. Dazu hat sicherlich jeder seine eigene Strategie. Möglich wäre z.B.:
    • Mind Map-Themen nacheinander abhaken
    • Karteikarten zu einzelnen Themen, Begriffen oder Fragen schreiben und damit wiederholen (kennt sicherlich jeder vom Vokabellernen)
  5. Sprechen üben – wenn es um die Vorbereitung einer mündlichen Prüfung geht, tritt oft ein Problem auf: man hat sich wochenlang vorbereitet, hat Bücher und Skripte gelesen, zig Aufgaben gemacht, aber wenn man nun die einzelnen Themen formulieren soll, bringt man kein Wort heraus. Es ist daher wichtig, schon vorher zu sprechen. Egal ob der Zuhörer nun ein Teddybär, ein Kühlschrank oder ein Kommilitone ist: durch den wiederholten freien Vortrag merkt man schnell, an welchen Stellen es noch hakt.

Viel Erfolg!

Selbstkontrolle 19. November 2007

Posted by neuesleben in Lernen, Online, Software, Studieren.
add a comment

Ich denke, viele werden das Problem kennen: man setzt sich hin, um irgendetwas zu tun – sei es nun lernen, Hausarbeiten, ein Buch lesen…  Plötzlich entdeckt man irgendetwas, bleibt daran hängen und merkt dann erst nach einer Weile, dass man ja eigentlich etwas anderes tun wollte.

Mir geht das ganz oft so, wenn ich am Rechner sitze. Dann bedient die Hand wie automatisch die Maus und klickt sich zum Feedreader durch oder auf irgendeine interessante Internetseite. Ungünstig, wenn man eigentlich gerade etwas für die Arbeit programmieren wollte oder endlich mal eine wichtige Mail schreiben wollte.
Ich habe mir jetzt eine Erziehungsmethode besorgt, die dem Abhilfe schafft: die Firefox-Extension von pageaddict.com. Sie überwacht sehr komfortabel den Internetkonsum. Über ein kleines Webinterface lassen sich die besuchten Seiten in Kategorien einordnen und diese jeweils mit einer maximalen Besuchszeit versehen. Wer also gerne in Foren liest und das einschränken möchte, packt die entsprechenden Domains in die Kategorie „Foren“, gibt dieser eine Höchstzeit von 30 Minuten und beginnt so den Tag.
Sobald die Zeit für eine Kategorie abgelaufen ist wird man mit der freundlichen Aufforderung „get back to work“ begrüßt, wenn man versucht eine zugehörige Seite zu besuchen.

Manch einer mag nun sagen: „so ein Unsinn, ich kann mich selbst kontrollieren“. Das ist schön und gut für denjenigen. Trotzdem ist es aber auch keine Schande wenn man selbst zugeben muss, dass man sich von den zahlreichen Angeboten im World Wide Web schnell einmal in den Bann ziehen lässt und dabei andere Dinge vernachlässigt. Für viele mag auch die Lösung „einfach abschalten“ interessant sein – schwierig ist das nur, wenn der Computer gleichzeitig Arbeits- und Freizeitinstrument ist.

Studieren mit Erfolg: Prüfungen meistern 20. Oktober 2007

Posted by neuesleben in Bücher, Lernen, Studieren.
add a comment

Ich widme mich heute einem Buch, das ich kürzlich in die Finger bekommen habe: „Studieren mit Erfolg: Prüfungen meistern“ aus dem Schäfer-Pöschel-Verlag.
Im Untertitel ist noch zu lesen, dass sich der Titel nicht nur auf einzelne Prüfungen bezieht, sondern auf „Klausuren, Kolloquien, Präsentationen, Bewerbungsgespräche“. Auch das Inhaltsverzeichnis bestätigt dieses recht weite Feld: nach Ratschlägen zu effektivem Mitschreiben, gehen die Autoren auf die Selbstwirksamkeit ein, widmen sich dann der eigentlichen Prüfungsvorbereitung und der Vorbereitung mündlicher Prüfungen im besonderen und dem Lernen in einer Gruppe. Nach diesem Kapitel geht es dann um eher allgemeine Themen wie Vorträge, Praktika, Projektmanagement und Bewerbungen – alles Themen, die zwar im Grunde genommen auch zu den Prüfungen im Leben zu zählen sind, aber doch teilweise sehr vom eigentlichen Titelthema abweichen.

So muss man auch leider sagen, dass für die einzelnen Themen nur wenig Raum bleibt. Den „mündlichen Prüfungen“, die für sehr viele Studenten eine besonders große Herausforderung darstellen, räumen die Autoren gerade einmal 5 der 200 Seiten ein und füllen diese noch mit den nahezu äquivalenten Ratschlägen, man solle „Kaffeeflecken auf dem Hemd“ ebenso wie „Ei auf dem Pullover“ und einen „Fleck auf dem Rock/der Hose“ vermeiden. Gleichzeitig fehlen aber ganz entscheidende Tipps, die ich gerne im Buch gelesen hätte: Oftmals überlassen die Prüfer ihren Prüflingen zu Beginn die Auswahl des Themas – womit fange ich an? Wie strukturiere ich den Prüfungsstoff so, damit ich ihn in einer kurzen mündlichen Prüfung entsprechend darstellen kann? Wie umgehe ich Themen, die mir weniger gut liegen? usw. usf.

Auch andere Themengebiete bieten für mich leider keine umfassende Information. So wird einerseits erwähnt, dass es in Zeiten von online verfügbaren Skripten und Vorlesungsfolien nicht immer nötig ist, Vorlesungsmitschriften anzufertigen. Trotzdem wird aber nur auf das eigentliche Mitschreiben eingegangen, nicht auf die Vor- bzw. Nachbereitung mit den zur Verfügung gestellten Materialien.

Gleichzeitig zieht sich ein Leitsatz durch das komplette Buch: „das ist alles nicht so schwer“. Zur Beruhigung oder Motivation vor einer schwierigen Prüfung ist dagegen sicherlich nichts einzuwenden. Als Grundsatz für die Prüfungsvorbereitung sehe ich da aber schwarz: in den meisten Studiengängen gibt es Fächer, die man gerne als „Sieb-Fach“ bezeichnet. Dort fallen besonders viele Studenten durch die Prüfungen durch und das normalerweise nicht, weil es einfach Zufall ist, sondern weil sie schwer sind und es einer guten Vorbereitung bedarf. Ein „Abend mit Rotwein und Bier mit Kommilitonen“ (wie im Buch empfohlen) hilft vielleicht für einen Moment weiter, aber was hauptsächlich zählt ist pauken, pauken, pauken. Wie man das allerdings lange durchhält, wird nur am Rande erwähnt: „belohnen Sie sich regelmässig“. Sicherlich ein guter Ansatz, aber leider auch der einzige zur Selbstmotivation.

So bietet das Buch auch insgesamt zahlreiche gute Ansätze. Wer schon einmal einen Ratgeber zu diesem Thema gelesen hat oder auch nur ein wenig eigene Erfahrung gesammelt hat, wird nur müde gähnen, denn trotz der zahlreichen Tipps, die man auf den ersten Blick vorfindet, bleibt nach der Ausfilterung von „Altbekanntem“ nur wenig übrig.
Mein Fazit daher: ganz nett für den Einsteiger. Wer sich aber neue Ratschläge oder Ideen erhofft, kann das Buch getrost ignorieren. Zu erwähnen ist allerdings noch der durchaus günstige Preis von 12,95 EUR (Link zu amazon.de).