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Futtern unter Kontrolle 2. November 2007

Posted by neuesleben in Ernährung.
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In der letzten Zeit beobachte ich ein interessantes Phänomen in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis: immer mehr Menschen, die sich in ihrem Leben noch niemals Gedanken über ihre Ernährung gemacht haben, fangen plötzlich an darüber nachzudenken und größtenteils auch ihre Ernährung umzustellen.
Berichte über Übergewicht und qualitativ minderwertige Lebensmittel (ich sag’ nur „Gammelfleisch“), Filme wie „Supersize Me“ oder einfach nur die immer größer werdende Anzahl an Bio-Produkten, die in jedem Supermarkt auftauchen: dem Thema Ernährung kann man kaum noch aus dem Weg gehen. Und das ist auch gut so.

Ich selbst habe vor einiger Zeit auch angefangen, mir Gedanken über meine Ernährung zu machen. Nicht zuletzt auch, weil in den letzten 5-6 Jahren sicherlich 10 kg zusätzlich auf meine Hüften gewandert sind.
Dabei interessierte mich insbesondere, wie meine Mahlzeiten einzuordnen sind: ist das viel, wenig, ausgeglichen usw.?
Um das herauszufinden muß man eigentlich nur eines tun: Protokoll führen und die Nährwertangaben, die eigentlich auf nahezu allen Lebensmitteln zu finden sind, zusammenrechnen. Klingt einfach, in der Praxis sieht das allerdings anders aus: alles einzeln zusammenzurechnen wird schnell zur großen Aufgabe und ist fast nicht mehr zu bewältigen, wenn man auch noch unterwegs isst.

Glücklicherweise gibt es aber das große World Wide Web und auch dort scheint es Menschen zu geben, die sich für ihre Ernährung interessieren. :-)
Ich bin zunächst auf www.foodplaner.de gestoßen und habe mich angemeldet. Das ist für ein „einfaches“ Mitglied kostenlos, wer zahlendes „Premium Mitglied“ wird, hat zusätzliche Funktionen, die aber weit über das einfache Kalorienzählen und Auswerten hinausgehen. Besonders praktisch sind die dort hinterlegten Kalorientabelle, mit denen man sehr schnell und einfach seine Mahlzeiten zusammenstellen kann. Diese erscheinen dann in einer Art Tagebuch, für das man auch einen persönlichen Kalorienbedarf festlegen oder auch ausrechnen lassen kann, so dass man sofort alle wichtigen Informationen auf einen Blick vorfindet.
Fehlende Lebensmittel, die noch nicht in den Tabellen zu finden sind, lassen sich in einer persönlichen Liste erstellen. Zusätzlich lässt sich dort auch täglich das Gewicht protokollieren und in einer Grafik anzeigen.

www.foodplaner.de hat mir zwar gut gefallen und ich habe es rege genutzt, es hatte allerdings einen Haken: die Lebensmitteldatenbank ist schlecht gepflegt. Das lässt sich zwar durch eigene Einträge und Recherche bei Diensten wie www.fettrechner.de ausgleichen, es frustriert aber leicht, wenn man sich zwar die Mühe macht die fehlenden Artikel einzutragen, diese jedoch nur selbst zur Verfügung hat – d.h. sie werden nicht in die eigentlichen Kalorientabellen übertragen.

Zufällig habe ich dann etwas über www.fddb.info gelesen und genau mein oben genannter Kritikpunkt wird dort wunderbar umgesetzt: die User können neue bzw. fehlende Produkte eintragen, was dort auch super funktioniert. Selbst neue Produkte, die gerade erst auf den Markt gekommen waren, habe ich über die Suche finden können.
www.fddb.info ist zudem ein 100% kostenloser Dienst. Durch eigene Aktivität, die auf einem „Aktivitäts-Index“ berechnet wird, werden dort zusätzliche Funktionen wie Listen (darüber lassen sich z.B. prima die Zutaten für einen Kuchen zusammenfassen und dann gesammelt in das Ernährungstagebuch übertragen) freischalten. Wen das abschrecken sollte sei beruhigt: selbst wenn man sich nur alle zwei Tage einloggt, steigt die Anzeige schnell auf 80-90%.

Mir macht es mittlerweile richtig Spaß, meine Ernährung dort aufzuzeichnen und ich kann es nur jedem empfehlen, der, wenn auch nur für ein paar Wochen, sein Essverhalten überprüfen will.