Für Abschlußprüfungen lernen 22. November 2007
Posted by neuesleben in Lernen, Studieren.add a comment
Jeder hat in seinem Leben schon eine ganze Reihe Prüfungen ablegen müssen. Die Klassenarbeit in der Schule, die Klausur in der Oberstufe, das Testat in der Uni – vieles war eine Herausforderung und hat den ein oder anderen sicherlich auch Schweiß und Nerven gekostet.
Irgendwie wirken diese Erfahrungen dann aber völlig klein und lächerlich, wenn man plötzlich vor einer großen Prüfung steht, in der man zeigen muß, was man in den letzten Jahren gelernt hat. Ich will jetzt gar nicht aufzählen, was das alles sein könnte: Vordiplom, Fachprüfung, Examen… das alles bedarf einfach einer besonderen Vorbereitung.
Ich möchte an dieser Stelle die für mich beste „Taktik“ für die Vorbereitung vorstellen:
- Überblick verschaffen – es ist zunächst hilfreich, sich das komplette Themengebiet noch einmal anzuschauen und auch in eigenen Worten zusammenzufassen. Ich mache das, indem ich das Skript noch einmal durchlese und eine ausführliche Inhaltsangabe schreibe.
Dabei bleibe ich meist bei der Strukturierung der Quelle (d.h. ich übernehme alle Kapitel, Unterkapitel usw.) und fasse die wichtigsten Begriffe und Gebiete mit wenigen Sätzen zusammen. - Erfahrungen sammeln – viele Prüfer geben schon vorher zahlreiche Hinweise, wie ihre Prüfungen aussehen werden. Wenn der Mathe-Professor also sagt, dass er keine vollständigen Beweise hören möchte, sollte man auch darauf vertrauen und diese nicht mühsam auswendig lernen.
Gleichzeitig können auch Prüfungsprotokolle von Kommilitonen bzw. Mitschülern sehr hilfreich sein. Nicht selten gibt es sogar Threads in Uni-Foren, in denen andere die Prüfungsfragen auflisten, die ihnen gestellt wurden. Es ist sehr lohnenswert, diese zu kopieren oder abzuschreiben und dann in der Vorbereitungsphase regelmässig zu testen, ob man sie selbst beantworten könnte.
Dabei kann es auch hilfreich sein, zunächst einmal mit Hilfe der vorhandenen Unterlagen eine schriftliche Antwort zu formulieren. - Themen strukturieren – gerade Abschlußprüfungen sind so aufgebaut, dass dort in recht kurzer Zeit ein großes Themengebiet „abgearbeitet“ werden muß. Prüfer legen oft Wert darauf, dass nicht völlig frei und beliebig herumgesprungen wird, sondern dass Zusammenhänge dargestellt werden können. Es ist daher wichtig, diese schon vorher zu kennen.
Ich mache das, indem ich mir einen „Themenbaum“ auf der Grundlage einer Mind Map erstelle.
Dazu schreibe ich das Hauptthema in die Mitte eines Blattes und erstelle nun von dort aus Unterkapitel, die sich immer weiter verzweigen. Wenn einzelne Themen zusammenhängen, lassen sich natürlich auch sehr gut Verbindungen zwischen den einzelnen Ästen und Blättern darstellen.
Da die Themen oft sehr komplex sind, ist eine Mind Map-Software der Version auf Papier vorzuziehen. Nicht zuletzt auch, weil es dabei normalerweise keine Größenbeschränkung gibt. - Einzelthemen ausarbeiten – auf Grundlage der Prüfungsfragen und Struktur ist es nun wichtig, die einzelnen Gebiete auszuarbeiten. Dazu hat sicherlich jeder seine eigene Strategie. Möglich wäre z.B.:
- Mind Map-Themen nacheinander abhaken
- Karteikarten zu einzelnen Themen, Begriffen oder Fragen schreiben und damit wiederholen (kennt sicherlich jeder vom Vokabellernen)
- Sprechen üben – wenn es um die Vorbereitung einer mündlichen Prüfung geht, tritt oft ein Problem auf: man hat sich wochenlang vorbereitet, hat Bücher und Skripte gelesen, zig Aufgaben gemacht, aber wenn man nun die einzelnen Themen formulieren soll, bringt man kein Wort heraus. Es ist daher wichtig, schon vorher zu sprechen. Egal ob der Zuhörer nun ein Teddybär, ein Kühlschrank oder ein Kommilitone ist: durch den wiederholten freien Vortrag merkt man schnell, an welchen Stellen es noch hakt.
Viel Erfolg!
Selbstkontrolle 19. November 2007
Posted by neuesleben in Lernen, Online, Software, Studieren.add a comment
Ich denke, viele werden das Problem kennen: man setzt sich hin, um irgendetwas zu tun – sei es nun lernen, Hausarbeiten, ein Buch lesen… Plötzlich entdeckt man irgendetwas, bleibt daran hängen und merkt dann erst nach einer Weile, dass man ja eigentlich etwas anderes tun wollte.
Mir geht das ganz oft so, wenn ich am Rechner sitze. Dann bedient die Hand wie automatisch die Maus und klickt sich zum Feedreader durch oder auf irgendeine interessante Internetseite. Ungünstig, wenn man eigentlich gerade etwas für die Arbeit programmieren wollte oder endlich mal eine wichtige Mail schreiben wollte.
Ich habe mir jetzt eine Erziehungsmethode besorgt, die dem Abhilfe schafft: die Firefox-Extension von pageaddict.com. Sie überwacht sehr komfortabel den Internetkonsum. Über ein kleines Webinterface lassen sich die besuchten Seiten in Kategorien einordnen und diese jeweils mit einer maximalen Besuchszeit versehen. Wer also gerne in Foren liest und das einschränken möchte, packt die entsprechenden Domains in die Kategorie „Foren“, gibt dieser eine Höchstzeit von 30 Minuten und beginnt so den Tag.
Sobald die Zeit für eine Kategorie abgelaufen ist wird man mit der freundlichen Aufforderung „get back to work“ begrüßt, wenn man versucht eine zugehörige Seite zu besuchen.
Manch einer mag nun sagen: „so ein Unsinn, ich kann mich selbst kontrollieren“. Das ist schön und gut für denjenigen. Trotzdem ist es aber auch keine Schande wenn man selbst zugeben muss, dass man sich von den zahlreichen Angeboten im World Wide Web schnell einmal in den Bann ziehen lässt und dabei andere Dinge vernachlässigt. Für viele mag auch die Lösung „einfach abschalten“ interessant sein – schwierig ist das nur, wenn der Computer gleichzeitig Arbeits- und Freizeitinstrument ist.
Backpack: alles im Rucksack 18. November 2007
Posted by neuesleben in GTD, Online.add a comment
Heute möchte ich mal einen näheren Blick auf backpackit.com werfen.
Mir fällt es immer schwierig, Online-Dienste zu kategorisieren, daher mache ich es mir einfach und schreibe die grundlegenden Funktionen ab: Todo-Listen, Notizen, Ideen und Kalender online verwalten.
Die Anmeldung ist zunächst kostenlos. Nach dem ersten Login fällt aber schnell auf, dass bestimmte Funktionen leider nur zahlenden Kunden vorbehalten sind. So insbesondere die Kalenderfunktion (die übrigens auch als iCal-Kalender verfügbar ist) und der Datei Upload. Accounts kosten von 5 bist 14 Dollar monatlich.
Der zentrale Punkt von Backpack sind eine Art von Startseiten. Diese können nach eigenem Geschmack mit den einzelnen Tools gestaltet werden und auf Wunsch auch öffentlich unter einer speziell generierten URL verfügbar gemacht werden.
Ein Standard-User kann 5 dieser Seiten anlegen. Für den Premiu-Benutzer sind es ganze 1000.
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Zu den Tools gehören:
- ToDo-Liste, die beliebig benannt werden können und eine simple Abhak-Funktion bieten
- eine Notizfunktion, mit der einzelne Notizen mit Datum gespeichert werden können
- ein Writeboard, was einem Online Text-Editor entspricht

Damit lassen sich recht einfach Seiten für unterschiedliche Bereiche anlegen, um somit eine wichtige Trennung herzustellen: eine für die Arbeit, eine für das Hobby, eine für die Familie,… da wird sicherlich jeder seine eigenen Ideen haben.
Besonders praktisch ist dabei auch, dass die Zugriffe sich sehr gut verwalten lassen. So können die Seiten, wie schon erwähnt, einfach freigegeben werden. Einzelne Werke aus dem Writeboard lassen sich aber auch komfortabel via Mail freigeben, wobei der Adressat die Adresse und ein persönliches Passwort bekommt.
Gleichzeitig lässt sich auch jede Seite mit einer separaten Mail-Adresse befüllen: jede neue E-Mail wird deutlich sichtbar angezeigt und kann dann mit einem Klick gelesen werden.
Insgesamt gefallen mir die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten, die so eine einzelne Seite bietet wirklich gut. Auch die Zugriffswege und -möglichkeiten sind durchdacht und komfortabel. Letztendlich sehe ich aber ein Problem: wer das Angebot wirklich intensiv nutzen will, stößt schnell an die Grenzen des kostenlosen Zugangs. Wirklich interessant wird da erst der „Plus Account“, der wiederum mit immerhin 9 Dollar pro Monat zu Buche schlägt. Und das wiederum ist leider zu viel, als ich in den Dienst investieren würde.
Mein Fazit daher: nette Idee, nette Grundlage und sicherlich mal für ein Projekt zu gebrauchen, aber aus den oben genannten Gründen nicht als „Verwaltungsgrundlage“ zu gebrauchen.
Erwähnenswert ist noch, dass einzelne Funktionen auch als „eigenes Projekt“ im World Wide Web existieren:
Ta-da List, and Writeboard. Wer also nur mal einen Teilbereich ausprobieren will, kann dort vorbeischauen.
Futtern unter Kontrolle 2. November 2007
Posted by neuesleben in Ernährung.Tags: Ernährung, fddb, fettrechner, foodplaner, webinterface
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In der letzten Zeit beobachte ich ein interessantes Phänomen in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis: immer mehr Menschen, die sich in ihrem Leben noch niemals Gedanken über ihre Ernährung gemacht haben, fangen plötzlich an darüber nachzudenken und größtenteils auch ihre Ernährung umzustellen.
Berichte über Übergewicht und qualitativ minderwertige Lebensmittel (ich sag’ nur „Gammelfleisch“), Filme wie „Supersize Me“ oder einfach nur die immer größer werdende Anzahl an Bio-Produkten, die in jedem Supermarkt auftauchen: dem Thema Ernährung kann man kaum noch aus dem Weg gehen. Und das ist auch gut so.
Ich selbst habe vor einiger Zeit auch angefangen, mir Gedanken über meine Ernährung zu machen. Nicht zuletzt auch, weil in den letzten 5-6 Jahren sicherlich 10 kg zusätzlich auf meine Hüften gewandert sind.
Dabei interessierte mich insbesondere, wie meine Mahlzeiten einzuordnen sind: ist das viel, wenig, ausgeglichen usw.?
Um das herauszufinden muß man eigentlich nur eines tun: Protokoll führen und die Nährwertangaben, die eigentlich auf nahezu allen Lebensmitteln zu finden sind, zusammenrechnen. Klingt einfach, in der Praxis sieht das allerdings anders aus: alles einzeln zusammenzurechnen wird schnell zur großen Aufgabe und ist fast nicht mehr zu bewältigen, wenn man auch noch unterwegs isst.
Glücklicherweise gibt es aber das große World Wide Web und auch dort scheint es Menschen zu geben, die sich für ihre Ernährung interessieren. ![]()
Ich bin zunächst auf www.foodplaner.de gestoßen und habe mich angemeldet. Das ist für ein „einfaches“ Mitglied kostenlos, wer zahlendes „Premium Mitglied“ wird, hat zusätzliche Funktionen, die aber weit über das einfache Kalorienzählen und Auswerten hinausgehen. Besonders praktisch sind die dort hinterlegten Kalorientabelle, mit denen man sehr schnell und einfach seine Mahlzeiten zusammenstellen kann. Diese erscheinen dann in einer Art Tagebuch, für das man auch einen persönlichen Kalorienbedarf festlegen oder auch ausrechnen lassen kann, so dass man sofort alle wichtigen Informationen auf einen Blick vorfindet.
Fehlende Lebensmittel, die noch nicht in den Tabellen zu finden sind, lassen sich in einer persönlichen Liste erstellen. Zusätzlich lässt sich dort auch täglich das Gewicht protokollieren und in einer Grafik anzeigen.
www.foodplaner.de hat mir zwar gut gefallen und ich habe es rege genutzt, es hatte allerdings einen Haken: die Lebensmitteldatenbank ist schlecht gepflegt. Das lässt sich zwar durch eigene Einträge und Recherche bei Diensten wie www.fettrechner.de ausgleichen, es frustriert aber leicht, wenn man sich zwar die Mühe macht die fehlenden Artikel einzutragen, diese jedoch nur selbst zur Verfügung hat – d.h. sie werden nicht in die eigentlichen Kalorientabellen übertragen.
Zufällig habe ich dann etwas über www.fddb.info gelesen und genau mein oben genannter Kritikpunkt wird dort wunderbar umgesetzt: die User können neue bzw. fehlende Produkte eintragen, was dort auch super funktioniert. Selbst neue Produkte, die gerade erst auf den Markt gekommen waren, habe ich über die Suche finden können.
www.fddb.info ist zudem ein 100% kostenloser Dienst. Durch eigene Aktivität, die auf einem „Aktivitäts-Index“ berechnet wird, werden dort zusätzliche Funktionen wie Listen (darüber lassen sich z.B. prima die Zutaten für einen Kuchen zusammenfassen und dann gesammelt in das Ernährungstagebuch übertragen) freischalten. Wen das abschrecken sollte sei beruhigt: selbst wenn man sich nur alle zwei Tage einloggt, steigt die Anzeige schnell auf 80-90%.
Mir macht es mittlerweile richtig Spaß, meine Ernährung dort aufzuzeichnen und ich kann es nur jedem empfehlen, der, wenn auch nur für ein paar Wochen, sein Essverhalten überprüfen will.