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Wenn alles zu viel wird 22. Oktober 2007

Posted by neuesleben in Leben.
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Viele haben es schon einmal erlebt haben: der Zeitpunkt, an dem man erkennt “ich schaffe das nicht mehr”, egal ob es nun um die Arbeit geht, um das Studium, um einen erlebten Schicksalsschlag oder die generelle persönliche Situation.

Diese Diagnose ist leicht getroffen, doch umso schwerer fällt es, auch mit Hilfe von Freunden, Angehörigen und Fachleuten, einen geeigneten Weg aus der Krise zu finden. Meist wird spontan die “Handbremse gezogen”, um die Situation zu verbessern.
Meine Freundin war 6 Wochen krank geschrieben, Diagnose “Burnout”. In der Zeit hat sie viel nachgedacht, ihr Leben neu geordnet, hat einige Stunden bei einem Psychotherapeuten genommen. Nach ihrer Auszeit ging es im Job leider so weiter wie bisher: die guten Vorsätze wurden über den Haufen geworfen, denn es stand wieder ein Projektabschluß an – danach kann man ja ausspannen. Es dauerte keine 3 Wochen und sie hatte den nächsten Zusammenbruch …

Dustin Wax hat bei lifehack.org einen guten Artikel darüber geschrieben, welche Maßnahmen man zuerst ergreifen sollte, wenn man das Gefühl hat, dass die täglichen Aufgaben über den Kopf wachsen. Ich möchte hier kurz die Punkte auflisten und erläutern:

  • einen festen Tagesablauf führen – wer sich an einen festen Tagesablauf gewöhnt hat, wird auch nicht aus der Bahn geschmissen, wenn die Dinge mal nicht so laufen wie sie sollten. Wichtig ist vorallem, dass kein Bereich zu kurz kommt.
  • Prioritäten setzen – es ist wichtig, sich immer wieder über die Wichtigkeit der eigenen Aufgaben klar zu werden. Oftmals verrennt man sich zu sehr in einzelne Ding, ohne letztendlich zu beachten, dass sie völlig sinnlos geworden sind. Eine gute Methode ist es daher, sich jeden Tag vor dem Schlafengehen eine kurze Notiz zu machen, welche Aufgaben aktuell am wichtigsten sind.
  • aufschieben – auch wenn das Wort bei vielen schon Panikattacken auslöst, ist es manchmal auch sinnvoll, Dinge aufzuschieben. Natürlich gilt das nicht für Aufgaben, die man schon seit Monaten vor sich herschiebt und die jetzt einfach erledigt werden müssen, aber oft ist es sinnvoll, sie zuerst zur Seite zu legen, um sich später voll und ganz darauf konzentrieren zu können. Auch kann es hilfreich sein, sich einen genauen Termin zu setzen: wenn ich mich heute Abend nicht mehr darauf konzentrieren kann, einen wissenschaftlichen Artikel zu lesen, weil gerade meine Lieblingsserie im TV anfängt, verschiebe ich das einfach auf den nächsten Abend. Natürlich nur, wenn ich auch genau weiss, dass es mir dann nicht wieder genauso gehen wird.
  • Aufgaben sammeln – vieles fällt ganz zufällig zusammen oder lässt sich kombinieren. Es ist frustrierend, jeden Abend erneut an der Supermarktkasse anstehen zu müssen, um für das Abendessen einzukaufen. Daher lohnt es sich, langfristiger zu planen.
  • sich auf andere verlassen – viele Menschen haben das Bedürfnis, die Arbeit anderer zu kontrollieren oder Aufgaben lieber selbst zu machen, als sie abzugeben. Es ist wichtig, im persönlichen Umfeld Menschen zu haben, auf die man sich verlassen kann und auf die man sich auch verlassen möchte. Dabei geht es nicht immer nur darum, Aufgaben zu delegieren und vom eigenen Schreibtisch zu entfernen, sondern auch um das gute Gefühl im Hinterkopf, wenn man weiss dass jemand im Zweifelsfall den eigenen Job übernehmen

Kommentare»

1. Lizzy - 6. November 2007

Im Moment wird mir einfach alles zuviel, ich bin aus dem Internat ausgezogen, habe eine eigene Wohnung,eine Ausbildung, einen neuen Freundeskreis, keinen mehr, der mich fragt, wie ich das alles schaffe, keiner der mir hilft, beim Tüten tragen, nach dem einkaufen, keinen, der mich in den Arm nimmt, wenn mich der Job in der Pflege überfordert, alle meine freunde wollen ständig, dass ich ihnen ein offenes Ohr beite, meine Eltern machen mir Vorwürfe, wenn mir das Geld nicht zum Leben reicht keiner, der da ist und mir sagt, dass er bei mir ist, egal was passiert, und dann sind da die drogen, die einem helfen sich nicht mehr so allein zu fühlen, aber dennoch ist es keine Lösung und dessen bin ich mir bewusst und dann sind da all die Narben auf meinen Armen und in meiner Seele, über die ich mit keinem reden kann, und an Tagen wie diesen wird mir einfach alles zuviel, endlich bin ich wieder so richtig verliebt und wieder bin ich für ihn nur die gute Freundin,…..