Keep cool 28. Oktober 2007
Posted by neuesleben in Leben.1 comment so far
„Keep cool“ hat mich jahrelang nicht interessiert. Ein leerer Spruch, der in meinen Augen nicht meine Emotionen verändern konnte.
- Selbstreflektion: sei es nun der späte Spurwechsel meines Vordermanns, der mich zum Abbremsen zwingt oder der Kollege, der meine Arbeit mit einem flapsigen Spruch kommentiert – es lohnt sich immer sich einmal selbst zu fragen: „Könnte mir das auch passieren?“ oder „Würde ich das auch tun?“. Selbst wenn mir nur eine einzelne Ausnahmesituation einfällt, beruhigt es mich.
- Persönliche Verletzbarkeit reduzieren: das unfreundliche „Guten Morgen“, die unbeantwortete Nachricht auf dem Anrufbeantworter eines Bekannten oder die Liebste, die das lang ersehnte Candle-Light-Dinner absagt: bei vielen Menschen entstehen viel zu viele Gedanken, was hinter einer einzelnen Beobachtung stecken könnte. „Vielleicht mag er mich nicht?“, „Vielleicht habe ich etwas falsches gesagt?“, „Habe ich sie verärgert?“ – die Optionen sind meist sehr zahlreich. Manch einer steigert sich sogar so sehr hinein, dass das eigene Verhalten wiederum die Beziehung zum Gegenüber tatsächlich beeinflußt. Oft ist das gar nicht nötig, wenn man sich bemüht, die persönliche Verletzbarkeit zu reduzieren. Wenn man empfindlich ist, ist das nicht sehr leicht, aber hier kann auch die Selbstreflexion helfen.
- negative Gedanken verhindern: am vorhergehenden Punkt setzt auch dieser an. Es geht nicht darum stets mit einem breiten Lachen durch die Welt zu gehen, doch negative Gedanken sind grundsätzlich destruktiv und helfen nicht, alltägliche Situationen zu meistern. Wer sich diese nicht selbst abtrainieren kann bzw. sie zumindest auf ein akzeptables Maß reduzieren kann, der sollte auch Entspannungsübungen wie autogenes Training in Erwägung ziehen.
- Provokationen ignorieren: gerade im Arbeitsleben prallen oft verschiedene Interessen aufeinander und manch einer reagiert mit provokanten Sprüchen, um andere aus der Fassung zu bringen. Die wichtigste Waffe dagegen ist immernoch die Ignoranz. Selbst wenn man innerlich kocht und dem Provokateur am liebsten an den Hals springen würde, hilft die eigene Ruhe, um den Streß im Keim zu ersticken.
Wenn alles zu viel wird 22. Oktober 2007
Posted by neuesleben in Leben.1 comment so far
Viele haben es schon einmal erlebt haben: der Zeitpunkt, an dem man erkennt „ich schaffe das nicht mehr“, egal ob es nun um die Arbeit geht, um das Studium, um einen erlebten Schicksalsschlag oder die generelle persönliche Situation.
Diese Diagnose ist leicht getroffen, doch umso schwerer fällt es, auch mit Hilfe von Freunden, Angehörigen und Fachleuten, einen geeigneten Weg aus der Krise zu finden. Meist wird spontan die „Handbremse gezogen“, um die Situation zu verbessern.
Meine Freundin war 6 Wochen krank geschrieben, Diagnose „Burnout“. In der Zeit hat sie viel nachgedacht, ihr Leben neu geordnet, hat einige Stunden bei einem Psychotherapeuten genommen. Nach ihrer Auszeit ging es im Job leider so weiter wie bisher: die guten Vorsätze wurden über den Haufen geworfen, denn es stand wieder ein Projektabschluß an – danach kann man ja ausspannen. Es dauerte keine 3 Wochen und sie hatte den nächsten Zusammenbruch …
Dustin Wax hat bei lifehack.org einen guten Artikel darüber geschrieben, welche Maßnahmen man zuerst ergreifen sollte, wenn man das Gefühl hat, dass die täglichen Aufgaben über den Kopf wachsen. Ich möchte hier kurz die Punkte auflisten und erläutern:
- einen festen Tagesablauf führen – wer sich an einen festen Tagesablauf gewöhnt hat, wird auch nicht aus der Bahn geschmissen, wenn die Dinge mal nicht so laufen wie sie sollten. Wichtig ist vorallem, dass kein Bereich zu kurz kommt.
- Prioritäten setzen – es ist wichtig, sich immer wieder über die Wichtigkeit der eigenen Aufgaben klar zu werden. Oftmals verrennt man sich zu sehr in einzelne Ding, ohne letztendlich zu beachten, dass sie völlig sinnlos geworden sind. Eine gute Methode ist es daher, sich jeden Tag vor dem Schlafengehen eine kurze Notiz zu machen, welche Aufgaben aktuell am wichtigsten sind.
- aufschieben – auch wenn das Wort bei vielen schon Panikattacken auslöst, ist es manchmal auch sinnvoll, Dinge aufzuschieben. Natürlich gilt das nicht für Aufgaben, die man schon seit Monaten vor sich herschiebt und die jetzt einfach erledigt werden müssen, aber oft ist es sinnvoll, sie zuerst zur Seite zu legen, um sich später voll und ganz darauf konzentrieren zu können. Auch kann es hilfreich sein, sich einen genauen Termin zu setzen: wenn ich mich heute Abend nicht mehr darauf konzentrieren kann, einen wissenschaftlichen Artikel zu lesen, weil gerade meine Lieblingsserie im TV anfängt, verschiebe ich das einfach auf den nächsten Abend. Natürlich nur, wenn ich auch genau weiss, dass es mir dann nicht wieder genauso gehen wird.
- Aufgaben sammeln – vieles fällt ganz zufällig zusammen oder lässt sich kombinieren. Es ist frustrierend, jeden Abend erneut an der Supermarktkasse anstehen zu müssen, um für das Abendessen einzukaufen. Daher lohnt es sich, langfristiger zu planen.
- sich auf andere verlassen – viele Menschen haben das Bedürfnis, die Arbeit anderer zu kontrollieren oder Aufgaben lieber selbst zu machen, als sie abzugeben. Es ist wichtig, im persönlichen Umfeld Menschen zu haben, auf die man sich verlassen kann und auf die man sich auch verlassen möchte. Dabei geht es nicht immer nur darum, Aufgaben zu delegieren und vom eigenen Schreibtisch zu entfernen, sondern auch um das gute Gefühl im Hinterkopf, wenn man weiss dass jemand im Zweifelsfall den eigenen Job übernehmen
Moleskine Project 21. Oktober 2007
Posted by neuesleben in Bücher, Leben, Online.add a comment
Das Moleskine Project zeigt kleine Kunstwerke, die in ein Moleskine gezeichnet wurden. Teilweise wirklich beeindruckend.
(gesehen bei imgriff.com)
Online-Dienste: Joe’s Goals 21. Oktober 2007
Posted by neuesleben in Leben, Online.add a comment
Mittlerweile gibt es zig Dienste im Netz, bei denen man sich „organisieren“ kann. Dabei geht es mir ganz klar nicht um die zahlreichen Kalender, die es bei fast jedem Freemailer gibt.
Ich möchte hier also ein paar besondere Dienste vorstellen. Los geht es mit
Bei „Joe’s Goals“ geht es, wie der Name schon sagt, ganz besonders um Ziele.
Die Goals sind die ganz konkreten Ziele und Aufgaben, die man an jedem Tag einhalten möchte. Diese können vom User frei festgelegt werden und jeweils mit einer bestimmten Punktzahl versehen werden. Diese kann positiv oder negativ sein. Eine Idee wäre z.B. „Obst essen“ mit 2 Punkten, „vor 8 Uhr aufstehen“ mit 3 Punkten und „Süßigkeiten gegessen“ mit -1 Punkt – das sind zumindest Dinge, die ich ab und an einmal gerne schleifen lassen.
Die eingetragenen Ziele erscheinen dann als Zeilen in einer Tabelle. Die Spalten bestehen aus den Wochentagen. Als User kann man nun an jedem Tag eintragen, wie der Tag hinsichtlich der Vorgaben gelaufen ist. Wenn ich also vor 8 Uhr aufgestanden bin und Süßigkeiten gegessen habe, ergibt sich ein Wert von 2 Punkten und damit eine positive Tagesbilanz. Daraus wiederum lassen sich nun Übersichten über verschiedene Zeitabschnitte oder über die einzelnen Ziele bilden.
Zusätzlich lässt sich auch noch ein Logbook führen, in denen man Fortschritte in einzelnen Bereichen protokollieren kann. Dieser Bereich baut nicht auf dem Punktesystem der Goals auf, sondern ist insbesondere für ausführlichere Einträge oder als Tagebuch sinnvoll.
Joe’s Goals ist natürlich nicht die Wunderwaffe, um sich ganz plötzlich an die zahlreichen guten Vorsätze zu halten, die man sich selbst auferlegt hat. Trotzdem bietet es aber eine nette Motivation, um eigene Ziele zu überwachen. Dazu muss man allerdings auch das Ziel haben, täglich Tagebuch über die eigenen Ziele zu führen …
Was ist eigentlich GTD? 20. Oktober 2007
Posted by neuesleben in GTD.1 comment so far
Wer sich gelegentlich fragt, was sich hinter dem ominösen und oftmals erwähnten GTD eigentlich verbirgt, sollte mal bei imgriff.com vorbeischauen. Dort gibt es neben einer Einführung auch weiterführunde Links.
Studieren mit Erfolg: Prüfungen meistern 20. Oktober 2007
Posted by neuesleben in Bücher, Lernen, Studieren.add a comment
Ich widme mich heute einem Buch, das ich kürzlich in die Finger bekommen habe: „Studieren mit Erfolg: Prüfungen meistern“ aus dem Schäfer-Pöschel-Verlag.
Im Untertitel ist noch zu lesen, dass sich der Titel nicht nur auf einzelne Prüfungen bezieht, sondern auf „Klausuren, Kolloquien, Präsentationen, Bewerbungsgespräche“. Auch das Inhaltsverzeichnis bestätigt dieses recht weite Feld: nach Ratschlägen zu effektivem Mitschreiben, gehen die Autoren auf die Selbstwirksamkeit ein, widmen sich dann der eigentlichen Prüfungsvorbereitung und der Vorbereitung mündlicher Prüfungen im besonderen und dem Lernen in einer Gruppe. Nach diesem Kapitel geht es dann um eher allgemeine Themen wie Vorträge, Praktika, Projektmanagement und Bewerbungen – alles Themen, die zwar im Grunde genommen auch zu den Prüfungen im Leben zu zählen sind, aber doch teilweise sehr vom eigentlichen Titelthema abweichen.
So muss man auch leider sagen, dass für die einzelnen Themen nur wenig Raum bleibt. Den „mündlichen Prüfungen“, die für sehr viele Studenten eine besonders große Herausforderung darstellen, räumen die Autoren gerade einmal 5 der 200 Seiten ein und füllen diese noch mit den nahezu äquivalenten Ratschlägen, man solle „Kaffeeflecken auf dem Hemd“ ebenso wie „Ei auf dem Pullover“ und einen „Fleck auf dem Rock/der Hose“ vermeiden. Gleichzeitig fehlen aber ganz entscheidende Tipps, die ich gerne im Buch gelesen hätte: Oftmals überlassen die Prüfer ihren Prüflingen zu Beginn die Auswahl des Themas – womit fange ich an? Wie strukturiere ich den Prüfungsstoff so, damit ich ihn in einer kurzen mündlichen Prüfung entsprechend darstellen kann? Wie umgehe ich Themen, die mir weniger gut liegen? usw. usf.
Auch andere Themengebiete bieten für mich leider keine umfassende Information. So wird einerseits erwähnt, dass es in Zeiten von online verfügbaren Skripten und Vorlesungsfolien nicht immer nötig ist, Vorlesungsmitschriften anzufertigen. Trotzdem wird aber nur auf das eigentliche Mitschreiben eingegangen, nicht auf die Vor- bzw. Nachbereitung mit den zur Verfügung gestellten Materialien.
Gleichzeitig zieht sich ein Leitsatz durch das komplette Buch: „das ist alles nicht so schwer“. Zur Beruhigung oder Motivation vor einer schwierigen Prüfung ist dagegen sicherlich nichts einzuwenden. Als Grundsatz für die Prüfungsvorbereitung sehe ich da aber schwarz: in den meisten Studiengängen gibt es Fächer, die man gerne als „Sieb-Fach“ bezeichnet. Dort fallen besonders viele Studenten durch die Prüfungen durch und das normalerweise nicht, weil es einfach Zufall ist, sondern weil sie schwer sind und es einer guten Vorbereitung bedarf. Ein „Abend mit Rotwein und Bier mit Kommilitonen“ (wie im Buch empfohlen) hilft vielleicht für einen Moment weiter, aber was hauptsächlich zählt ist pauken, pauken, pauken. Wie man das allerdings lange durchhält, wird nur am Rande erwähnt: „belohnen Sie sich regelmässig“. Sicherlich ein guter Ansatz, aber leider auch der einzige zur Selbstmotivation.
So bietet das Buch auch insgesamt zahlreiche gute Ansätze. Wer schon einmal einen Ratgeber zu diesem Thema gelesen hat oder auch nur ein wenig eigene Erfahrung gesammelt hat, wird nur müde gähnen, denn trotz der zahlreichen Tipps, die man auf den ersten Blick vorfindet, bleibt nach der Ausfilterung von „Altbekanntem“ nur wenig übrig.
Mein Fazit daher: ganz nett für den Einsteiger. Wer sich aber neue Ratschläge oder Ideen erhofft, kann das Buch getrost ignorieren. Zu erwähnen ist allerdings noch der durchaus günstige Preis von 12,95 EUR (Link zu amazon.de).
DevonThink 19. Oktober 2007
Posted by neuesleben in GTD, Software.1 comment so far
Bei meiner täglichen Arbeit, sei es nun lernen, arbeiten oder auch private Angelegenheit organisieren, ist mir DevonThink eine sehr große Hilfe.
Es ist schwierig, die genaue Funktion des Programmes zu beschreiben. Prinzipiell ist es eine Datenbank, mit der sich Notizen, Texte und auch Dateien in Gruppen und Untergruppen verwalten lassen. An sich nicht wirklich etwas besonderes, denn der doch sehr profane Windows Explorer kann das alles auch und so war ich auch sehr skeptisch.
Trotzdem wagte ich einen Blick darauf, als ich DEVONthink Personal bei Macheist im Bundle bekam. Schnell war klar: ich will mehr und so kaufte ich noch ein Update auf DEVONthink Professional hinzu.
Alle Funktionen hier aufzuzählen würde das Blog deutlich sprengen und wäre zudem unsinnig, da die Homepage (s.o.) eine sehr gute Übersicht bietet, aber hier einige Funktionen, die ich gerne nutze:
- Zusammenarbeit mit zahlreichen Programmen: so lassen sich z.B. sehr einfach im Browser Texte markieren und über einen Shortcut in DevonThink archivieren – inkl. der dazugehörigen Bilder.
- DevonThink lässt sich sehr gut erweitern: so ist es kein Problem, mit Equation Service auch LaTex in den Notizen zu nutzen. Sehr praktisch für wissenschaftliche Texte.
- viele Import- und Export-Funktionen. PDFs lassen sich importieren und so einer Gruppe zuordnen oder auch Notizen auf einen iPod verschieben.
- umfangreiche Suchfunktionen, die eine exakte Eingrenzung von Ergebnissen ermöglichen.
- interessante Features wie „zusammenfassen“ oder „einordnen“, mit denen DevonThink zwar nicht immer korrekte Ergebnisse liefert, aber oftmals sehr treffsicher ist.
- Bedienung über die Shell
Jetzt stellt sich noch die Frage, wofür man das alles braucht. Auch dafür habe ich einige Ideen:
- Organisation von Projekten in Gruppen und Untergruppen.
- Wissenssammlung: egal ob eine einzelne Zeile von einer Website, ein Artikel in PDF-Form oder eine E-Mail, alles lässt sich schnell zusammenfügen und zuordnen.
- Umsetzung der 43 Folders
- und GTD sogar mit entsprechendem Skript
Viele mag die Funktionsvielfalt zunächst überfordern, doch sobald man sich einmal die Funktionen heraus gepickt hat, die man für seine eigene Arbeit nutzen möchte, sind der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt.
Probiert es aus, dort gibt es eine Demoversion.
Zur Intention 19. Oktober 2007
Posted by neuesleben in Intern.add a comment
Das ist der Beginn eines neuen Weblogs.
Schon länger hatte ich die Idee, meine Erfahrungen in einem Blog zu veröffentlichen, doch begleitet wurde sie immer mit den sicherlich nicht unberechtigten Gedanken an die Vielzahl der Neuveröffentlichungen dieser Art. Egal ob Kanalarbeiter, Vorstandsvorsitzender oder Seniorenchorleiter – jeder begibt sich in die sogenannte Blogosphäre und schwimmt dort in der undefinierten Masse herum, oftmals nahezu panisch mit Kommentaren und Trackbacks um Besucher buhlend. Nicht zuletzt auch, um den eingeblendeten Werbeanzeigen ein paar Visits zu spendieren und damit vielleicht 10 Cent pro Monat einzunehmen.
Ich habe mich hier ganz gezielt für ein „gesponsertes“ Weblog und gegen einen großen Auftritt mit eigener Domain etc. entschlossen. Es geht mir nicht um Einnahmen, es geht mir nicht um Besucher, sondern einfach nur darum, meine eigenen Erfahrungen irgendwo niederzuschreiben und sie damit einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Dabei hoffe ich natürlich, dass ich dem einen oder anderen eine gewisse Hilfe bieten kann.
Hello world! 19. Oktober 2007
Posted by neuesleben in Uncategorized.1 comment so far
Welcome to WordPress.com. This is your first post. Edit or delete it and start blogging!
