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GTD-Blogs, Produktivität-Blogs und das was zählt 19. März 2008

Posted by neuesleben in GTD, Leben.
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Sie sprießen wie Pilze aus dem Boden und irgendwie muß ich mir ja auch zugestehen, dazu zu gehören: Blogs, die sich mit Produktivität, Organisation, GTD und all diesen Themen beschäftigen.
Das deutet zum einen darauf hin, dass es viele Interessenten dafür gibt. Aber das bedeutet auch genauso, dass das Thema mitreißt – aus welchem Grund würde jemand ansonsten Artikel darüber schreiben?

Ich finde es gut, dass man sich damit beschäftigt. Für viele Menschen bedeutet der Streß zwischen Beruf und Alltag eine große Belastung, Begriffe wie “Burn Out” sind nicht mehr nur den oberen Etagen bekannt, sondern betreffen mittlerweile sogar Studenten, die noch nicht einmal ihren Weg in die eigentliche Arbeitswelt gefunden haben.
Die Berichte und Artikel stellen für viele eine große Hilfe dar, weil sie in vielen Blogs “direkt aus dem Leben” kommen und nicht von einem Diplom-Psychologen ausgedacht und in Buchform gepresst wurden.

Mein Freund Ralph hat kürzlich mit GTD angefangen. Er hat das Buch gelesen, war  begeistert und hat sich dann gleich mit entsprechender Software eingedeckt, die ihm seine Organisation vereinfachen sollte. Er war begeistert von den zahlreichen Informationsquellen im Netz, die ihm immer wieder interessante Anleitungen gaben. Wir haben uns oft darüber unterhalten.
Kürzlich überraschte mich Ralph dann mit einem Statement: “GTD hilft mir ja sehr weiter, aber wenn ich mir weiter vorschreiben lasse, was ich wie irgendwo einzutragen und abzuarbeiten habe, werde ich wahnsinnig!”. Wir unterhielten uns ein wenig darüber und er verklickerte mir, dass er es mittlerweile nicht mehr als reine Erleichterung empfinden würde, seine Gedanken und Pläne “abzulegen”, sondern auch als Zwang. Und Zwänge sind bekanntlich keine gute Grundlage für ein glückliches Leben.

Wir haben uns schließlich darauf geeinigt, dass es nicht zählt, irgendwelche Organisationsmethoden möglichst perfekt umzusetzen, sondern seinen eigenen Tagesablauf gut zu meistern. Und wenn Ralph dann “Tickets für Spiel gegen Serbien besorgen” nicht in sein GTD-Programm schreiben will, weil er sich sicher ist, dass er es auch so nicht vergessen wird, dann ist das nicht problematisch. Warum sollte es auch?

Mitleid, Neid und Hartz IV-Jammer 17. März 2008

Posted by neuesleben in Arbeiten, Leben.
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Es gibt ein Thema, was mir in sehr, sehr vielen TV-Sendungen aktuell einfach nur auf die Nerven geht: Jammer um Hartz IV.
Klar, um das gleich vorweg zu sagen: Hartz IV bedeutet gerade für Familien mit Kindern eine sehr große Belastung, insbesondere wenn Vater und/oder Mutter vorher ein recht gutes Einkommen hatten. Es gibt zudem einige Ungerechtigkeiten, z.B. was die Anrechnung des Einkommens von Ehepartnern angeht oder auch die Ratentilgung von Wohneigentum.

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass gerade im TV die Hartz IV-Hetze immer dramatischere Züge nimmt. Immer wieder kommen in Reportagen und Dokumentationen Menschen zu Wort, die augenscheinlich ihr Geld nicht richtig einteilen können. Da jammert dann der Familienvater, der vor seinem Flachbild-Fernseher steht, herum, dass sie sich keine hochwertigen Lebensmittel leisten können und sich am Ende des Monats oft von Wasser und Brot ernähren müssen. Wenig später sehen wir dann die Ehefrau in der Küche, wie sie diverse Markenprodukte zu einem Mittagessen verarbeitet, während der 10-jährige Sohn auf einem recht neu aussehenden Notebook herumhackt.
Das soll mich davon überzeugen, dass es den Leuten arm geht?
Sorry, aber das funktioniert nicht: ich habe selbst einen 10 Jahre alten Röhren-Fernseher, kaufe meine Grundlebensmittel beim Discounter ein und habe mir meinen ersten Computer mit Ferienjobs finanziert. Warum sollte ich dann Mitleid mit diesen Leuten haben, die sich mit staatlichen Leistungen nicht mehr leisten können, als ich es mit meinem eigenen Einkommen kann?

In meinem persönlichen Umfeld kenne ich zudem Leute, denen es mit Hartz IV gar nicht so schlecht geht. Natürlich muß man sparen, natürlich sind keine spontanen Urlaubsflüge mehr möglich, aber wenn der Wille und die Überzeugung da sind, etwas an der Situation zu ändern, dann lässt es sich ertragen.
Ich möchte hier gar nicht Sprüche dreschen wie: “Jeder der will, bekommt einen Job” – das ist unrealistisch und das weiß ich. Aber ich möchte sagen: es gibt zu wenige, die wirklich wollen.
Ein Bekannter von mir ist mit ca. 40 Jahren arbeitslos geworden und hat als Schweißer keinen neuen Job gefunden. da er schon immer Computer als Hobby hatte, hat er sich reingekniet, eine Programmiersprache gelernt und auch LPI-Prüfungen gemacht. Nach etwa einem Jahr hat er seinen ersten Auftrag angenommen und hat daraufhin auch einen Vollzeitjob bekommen. Klar, das ist traumhaft gelaufen und nicht jeder kann es so schaffen, aber es ist ein Beispiel für mich, dass es geht.

Viele scheinen aber einen regelrechten Haß und sicherlich auch Neid auf die Politiker zu entwickeln, die ihnen Hartz IV “eingebrockt” haben. Diskussionen, die nach Sendungen wie “Anne Will” entstehen, sind da sehr bezeichnend: viele Kommentare richten sich dabei weniger gegen das gesagte, sondern gegen einzelne Personen. Da wird dann gehetzt und gemeckert, dass ein Politiker einen Dienstwagen hat, während der Hartz IV-ler die Raten für seinen Neuwagen nicht mehr zahlen kann.

Und bevor ich hier noch jede Menge solcher Beispiele und Erzählungen anhänge, will ich auch mal zum Schluß kommen: ich würde mir wünschen, dass bei jeder dieser dramatischen Darstellungen von Hartz IV-Opfern auch jemand zu Wort kommen würde, der einfach sagt: “Ja, ich muss mich mit Hartz IV einschränken, aber wir kommen gut über die Runden”.

Pagico 16. März 2008

Posted by neuesleben in GTD, Software.
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Heute gibt es bei MacZot Pagico, das man in die Kategorie der PIM, der Personal Information Manager, einordnen kann. Schlicht und einfach gesagt: es lassen sich so ziemlich alle persönlichen Daten damit verwalten. Die Software kostet 39 US-Dollar (ansonsten 69 US-Dollar).

Das Programm ist sehr umfangreich und bietet eine große Anzahl an Funktionen. Wer allerdings die Trial-Version ausprobieren möchte und sich darüber freut, dass es eine deutsche Übersetzung gibt, steht erst einmal vor einem Problem: die Übersetzung ist mangelhaft. Auf der Einstiegsseite sind viele Felder gar nicht übersetzt, im Hauptfenster erscheinen interessante Hinweise wie: “Bitte achten Sie auf: nur die neue unfertige Aufgaben gezeigt sind.”. Alles klar.
Dafür gibt es von mir erst einmal ein deutliches Minus: wenn schon eine deutsche Übersetzung, dann bitte richtig. Und erst recht, wenn dieses Stück Code angeblich 70 Dollar wert sein soll.

Auch ansonsten überzeugt mich Pagico wenig: das gesamte Bedienkonzept ist definitiv nicht intuitiv gestaltet. An vielen Stellen scheint sich ein Drag&Drop anzubieten – wenn ich allerdings versuche, Einträge aus der Seitenleiste irgendwo hinzuziehen, passiert leider gar nichts, auch keine Fehlermeldung, die mich darauf hinweist, dass ich x nicht in y ziehen kann.
Ich muss also erst einmal in der Bedienungsanleitung nachlesen und frage mich, wann ich das zum letzten Mal tun musste, um das grundsätzliche Konzept einer Software zu verstehen – vermutlich gar nicht, denn mir fällt keine Gelegenheit ein. Nach dem durchblättern des in der Hilfe verlinkten PDF-Files erschließt sich mir zwar so einiges, aber den Grund, warum ich Pagico eine Chance geben sollte, bei mir produktiv eingesetzt zu werden, gibt es mir auch nicht.

Pagico gehört damit für mich zu einer Vielzahl von Programmen, die etwas einfacher machen wollen und dabei erst einmal selbst eine Hürde darstellen. Ich möchte nicht ausschließen, dass irgendjemand da draußen Paglico genußvoll einsetzt, aber zusammen mit den weiteren Kritikpunkten (insbesondere die miese Lokalisierung) ist es für mich keine Option.

Workaholics 10. März 2008

Posted by neuesleben in Arbeiten.
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Neben zahlreichen anderen Artikeln im Blog, schreibt 37signals heute über Workaholics: unter der etwas reisserischen Überschrift “Fire the workaholics” werden Gründe beschrieben, die gegen Mitarbeiter sprechen, die Tag für Tag Überstunden anhäufen.

Leider vertreten viele Arbeitgeber eher eine gegensätzliche Haltung. Bei Einstellungsgesprächen wird nicht selten gefragt: “Sind sie auch bereit, Überstunden zu leisten?”, was natürlich jeder Interessent sofort bejaht.
Auch in vielen Büros sind geregelte Arbeitszeiten verpöhnt. Da wird gerne einmal mit einem zynischen Grinsen nachgefragt, wenn ein Kollege um Punkt 16 Uhr nach Hause geht: “Du bist ja fast wie ein Beamter!” oder über den neuen Kollegen hergezogen, der morgens meist erst um 10 im Büro erscheint: “Na, kannst du dich nicht vom Studentenleben verabschieden?”.
Dass es dabei nicht um tatsächliche Arbeitsleistung geht, ist völlig klar. Es geht lediglich darum, sich als möglichst eifrig und arbeitsam zu präsentieren. In vielen Firmen ist es sogar so, dass der eigene Vorgesetzte davon nichts bemerkt.

Ich möchte mich hiermit definitiv nicht gegen Menschen aussprechen, die viel arbeiten – ich gehöre oft genug selbst dazu. Aber gegen das Vorurteil, dass zwanghaft lang arbeitende Angestellte eine bessere Leistung bringen. Und es wäre schön, wenn auch hierzulande mehr Arbeitgeber erkennen würden, dass eine doppelte Arbeitszeit nicht doppelte Leistung bedeutet.

Plagiate 7. Januar 2008

Posted by neuesleben in Lernen, Studieren.
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In letzter Zeit ging vermehrt durch die Medien, dass immer mehr Studenten Haus-, Seminar- und sogar Diplomarbeiten kopieren bzw. dazu bereit sind. Das geschieht teilweise schon wirklich dreist, indem Wikipedia-Seiten oder auch sonstige Homepages kopiert werden, die der Prüfer ruck-zuck in einer Suchmaschine entdecken kann.

Ein paar Informationen gibt es auf einer Informationsseite der Fachhochschule Wirtschaft und Technik Berlin, die sehr informativ ist. Darauf werden z.B. verschiedene Plagiatsmethoden dargestellt und auch die Folgen für Studenten verglichen.

Interessant finde ich aber trotzdem, dass in sämtlichen Diskussionen und Berichten nur auf Studenten oder auch Schüler eingegangen wird. Ich habe in fast jedem Vorlesungsskript an der Uni nicht korrekt gekennzeichnete Zitate, Skizzen ohne Quellenangabe oder sogar komplette Kopien gefunden. Das wiederum scheint keine Kritiker zu stören.
Natürlich sind die Lehrenden in einer anderen Situation, doch insbesondere Dreistigkeiten wie das Zusammenklauen von Bildern im Internet (prima Nachzuverfolgen über die Google Bildersuche) sollte man auch den “unfehlbaren” Professoren ankreiden.

Back2Life 7. Januar 2008

Posted by neuesleben in Intern.
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Nicht dass der Eindruck entsteht, dieses Weblog würde hier vor sich hinfaulen: ich bin nun wieder da und bereit zu neuen “Untaten”: vor Weihnachten habe ich mir mal eine Woche Ruhe gegönnt, zwischen den Tagen ebenso und mittlerweile ist ja das neue Jahr wieder voll im Gange – also kann das neue Leben auch weiter fortschreiten. ;-)

Rabatt auf DevonThink 6. Dezember 2007

Posted by neuesleben in GTD, Online, Software.
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Wer das von mir vorgestellte DevonThink noch nicht hat, sollte mal bei MacSanta vorbeischauen. Dort gibt es heute 20% Rabatt!

Für Abschlußprüfungen lernen 22. November 2007

Posted by neuesleben in Lernen, Studieren.
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Jeder hat in seinem Leben schon eine ganze Reihe Prüfungen ablegen müssen. Die Klassenarbeit in der Schule, die Klausur in der Oberstufe, das Testat in der Uni – vieles war eine Herausforderung und hat den ein oder anderen sicherlich auch Schweiß und Nerven gekostet.

Irgendwie wirken diese Erfahrungen dann aber völlig klein und lächerlich, wenn man plötzlich vor einer großen Prüfung steht, in der man zeigen muß, was man in den letzten Jahren gelernt hat. Ich will jetzt gar nicht aufzählen, was das alles sein könnte: Vordiplom, Fachprüfung, Examen… das alles bedarf einfach einer besonderen Vorbereitung.

Ich möchte an dieser Stelle die für mich beste “Taktik” für die Vorbereitung vorstellen:

  1. Überblick verschaffen – es ist zunächst hilfreich, sich das komplette Themengebiet noch einmal anzuschauen und auch in eigenen Worten zusammenzufassen. Ich mache das, indem ich das Skript noch einmal durchlese und eine ausführliche Inhaltsangabe schreibe.
    Dabei bleibe ich meist bei der Strukturierung der Quelle (d.h. ich übernehme alle Kapitel, Unterkapitel usw.) und fasse die wichtigsten Begriffe und Gebiete mit wenigen Sätzen zusammen.
  2. Erfahrungen sammeln – viele Prüfer geben schon vorher zahlreiche Hinweise, wie ihre Prüfungen aussehen werden. Wenn der Mathe-Professor also sagt, dass er keine vollständigen Beweise hören möchte, sollte man auch darauf vertrauen und diese nicht mühsam auswendig lernen.
    Gleichzeitig können auch Prüfungsprotokolle von Kommilitonen bzw. Mitschülern sehr hilfreich sein. Nicht selten gibt es sogar Threads in Uni-Foren, in denen andere die Prüfungsfragen auflisten, die ihnen gestellt wurden. Es ist sehr lohnenswert, diese zu kopieren oder abzuschreiben und dann in der Vorbereitungsphase regelmässig zu testen, ob man sie selbst beantworten könnte.
    Dabei kann es auch hilfreich sein, zunächst einmal mit Hilfe der vorhandenen Unterlagen eine schriftliche Antwort zu formulieren.
  3. Themen strukturieren – gerade Abschlußprüfungen sind so aufgebaut, dass dort in recht kurzer Zeit ein großes Themengebiet “abgearbeitet” werden muß. Prüfer legen oft Wert darauf, dass nicht völlig frei und beliebig herumgesprungen wird, sondern dass Zusammenhänge dargestellt werden können. Es ist daher wichtig, diese schon vorher zu kennen.
    Ich mache das, indem ich mir einen “Themenbaum” auf der Grundlage einer Mind Map erstelle.
    Dazu schreibe ich das Hauptthema in die Mitte eines Blattes und erstelle nun von dort aus Unterkapitel, die sich immer weiter verzweigen. Wenn einzelne Themen zusammenhängen, lassen sich natürlich auch sehr gut Verbindungen zwischen den einzelnen Ästen und Blättern darstellen.
    Da die Themen oft sehr komplex sind, ist eine Mind Map-Software der Version auf Papier vorzuziehen. Nicht zuletzt auch, weil es dabei normalerweise keine Größenbeschränkung gibt.
  4. Einzelthemen ausarbeiten – auf Grundlage der Prüfungsfragen und Struktur ist es nun wichtig, die einzelnen Gebiete auszuarbeiten. Dazu hat sicherlich jeder seine eigene Strategie. Möglich wäre z.B.:
    • Mind Map-Themen nacheinander abhaken
    • Karteikarten zu einzelnen Themen, Begriffen oder Fragen schreiben und damit wiederholen (kennt sicherlich jeder vom Vokabellernen)
  5. Sprechen üben – wenn es um die Vorbereitung einer mündlichen Prüfung geht, tritt oft ein Problem auf: man hat sich wochenlang vorbereitet, hat Bücher und Skripte gelesen, zig Aufgaben gemacht, aber wenn man nun die einzelnen Themen formulieren soll, bringt man kein Wort heraus. Es ist daher wichtig, schon vorher zu sprechen. Egal ob der Zuhörer nun ein Teddybär, ein Kühlschrank oder ein Kommilitone ist: durch den wiederholten freien Vortrag merkt man schnell, an welchen Stellen es noch hakt.

Viel Erfolg!

Selbstkontrolle 19. November 2007

Posted by neuesleben in Lernen, Online, Software, Studieren.
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Ich denke, viele werden das Problem kennen: man setzt sich hin, um irgendetwas zu tun – sei es nun lernen, Hausarbeiten, ein Buch lesen…  Plötzlich entdeckt man irgendetwas, bleibt daran hängen und merkt dann erst nach einer Weile, dass man ja eigentlich etwas anderes tun wollte.

Mir geht das ganz oft so, wenn ich am Rechner sitze. Dann bedient die Hand wie automatisch die Maus und klickt sich zum Feedreader durch oder auf irgendeine interessante Internetseite. Ungünstig, wenn man eigentlich gerade etwas für die Arbeit programmieren wollte oder endlich mal eine wichtige Mail schreiben wollte.
Ich habe mir jetzt eine Erziehungsmethode besorgt, die dem Abhilfe schafft: die Firefox-Extension von pageaddict.com. Sie überwacht sehr komfortabel den Internetkonsum. Über ein kleines Webinterface lassen sich die besuchten Seiten in Kategorien einordnen und diese jeweils mit einer maximalen Besuchszeit versehen. Wer also gerne in Foren liest und das einschränken möchte, packt die entsprechenden Domains in die Kategorie “Foren”, gibt dieser eine Höchstzeit von 30 Minuten und beginnt so den Tag.
Sobald die Zeit für eine Kategorie abgelaufen ist wird man mit der freundlichen Aufforderung “get back to work” begrüßt, wenn man versucht eine zugehörige Seite zu besuchen.

Manch einer mag nun sagen: “so ein Unsinn, ich kann mich selbst kontrollieren”. Das ist schön und gut für denjenigen. Trotzdem ist es aber auch keine Schande wenn man selbst zugeben muss, dass man sich von den zahlreichen Angeboten im World Wide Web schnell einmal in den Bann ziehen lässt und dabei andere Dinge vernachlässigt. Für viele mag auch die Lösung “einfach abschalten” interessant sein – schwierig ist das nur, wenn der Computer gleichzeitig Arbeits- und Freizeitinstrument ist.

Backpack: alles im Rucksack 18. November 2007

Posted by neuesleben in GTD, Online.
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Heute möchte ich mal einen näheren Blick auf backpackit.com werfen.

Mir fällt es immer schwierig, Online-Dienste zu kategorisieren, daher mache ich es mir einfach und schreibe die grundlegenden Funktionen ab: Todo-Listen, Notizen, Ideen und Kalender online verwalten.
Die Anmeldung ist zunächst kostenlos. Nach dem ersten Login fällt aber schnell auf, dass bestimmte Funktionen leider nur zahlenden Kunden vorbehalten sind. So insbesondere die Kalenderfunktion (die übrigens auch als iCal-Kalender verfügbar ist) und der Datei Upload. Accounts kosten von 5 bist 14 Dollar monatlich.

Der zentrale Punkt von Backpack sind eine Art von Startseiten. Diese können nach eigenem Geschmack mit den einzelnen Tools gestaltet werden und auf Wunsch auch öffentlich unter einer  speziell generierten URL verfügbar gemacht werden.
Ein Standard-User kann 5 dieser Seiten anlegen. Für den Premiu-Benutzer sind es ganze 1000.
die Seiten
Zu den Tools gehören:

  • ToDo-Liste, die beliebig benannt werden können und eine simple Abhak-Funktion bieten
  • eine Notizfunktion, mit der einzelne Notizen mit Datum gespeichert werden können
  • ein Writeboard, was einem Online Text-Editor entspricht
    Writeboard

Damit lassen sich recht einfach Seiten für unterschiedliche Bereiche anlegen, um somit eine wichtige Trennung herzustellen: eine für die Arbeit, eine für das Hobby, eine für die Familie,… da wird sicherlich jeder seine eigenen Ideen haben.
Besonders praktisch ist dabei auch, dass die Zugriffe sich sehr gut verwalten lassen. So können die Seiten, wie schon erwähnt, einfach freigegeben werden. Einzelne Werke aus dem Writeboard lassen sich aber auch komfortabel via Mail freigeben, wobei der Adressat die Adresse und ein persönliches Passwort bekommt.
Gleichzeitig lässt sich auch jede Seite mit einer separaten Mail-Adresse befüllen: jede neue E-Mail wird deutlich sichtbar angezeigt und kann dann mit einem Klick gelesen werden.

Insgesamt gefallen mir die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten, die so eine einzelne Seite bietet wirklich gut. Auch die Zugriffswege und -möglichkeiten sind durchdacht und komfortabel. Letztendlich sehe ich aber ein Problem: wer das Angebot wirklich intensiv nutzen will, stößt schnell an die Grenzen des kostenlosen Zugangs. Wirklich interessant wird da erst der “Plus Account”, der wiederum mit immerhin 9 Dollar pro Monat zu Buche schlägt. Und das wiederum ist leider zu viel, als ich in den Dienst investieren würde.
Mein Fazit daher: nette Idee, nette Grundlage und sicherlich mal für ein Projekt zu gebrauchen, aber aus den oben genannten Gründen nicht als “Verwaltungsgrundlage” zu gebrauchen.

Erwähnenswert ist noch, dass einzelne Funktionen auch als “eigenes Projekt” im World Wide Web existieren:
Ta-da List, and Writeboard. Wer also nur mal einen Teilbereich ausprobieren will, kann dort vorbeischauen.

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